Zero Trust ist ein Sicherheitsmodell, das der klassischen “Burggraben”-Logik widerspricht: Kein Gerät und kein Nutzer ist vertrauenswürdig, nur weil er innerhalb des Firmennetzes sitzt. Jeder Zugriff wird einzeln authentifiziert und autorisiert.

Kernprinzipien:

  • Verify explicitly: Jede Anfrage mit allen verfügbaren Signalen prüfen (Identität, Gerät, Standort, Uhrzeit)
  • Least privilege: Jeder Zugriff mit minimalen Rechten
  • Assume breach: Angenommen, es ist bereits etwas kompromittiert — Auswirkungen begrenzen

Praktische Umsetzung im KMU:

  • MFA auf allen Zugriffen, auch intern
  • Conditional Access (Microsoft Entra ID): nur von verschlüsselten Geräten, nur aus zugelassenen Ländern
  • Netzwerk-Segmentierung statt flachem LAN
  • Kontinuierliches Monitoring statt “einmal eingeloggt, immer drin”

Abgrenzung zu VPN: Ein klassisches VPN gibt nach Einwahl pauschal Netzzugang. Zero Trust Network Access (ZTNA) gewährt nur Zugriff auf die eine benötigte Anwendung — deutlich schmaler, deutlich sicherer.

Siehe auch: IT-Security, VPN.